Airmail envelope front. Addressed to: Luftpost Nordamerika [Airmail North America] Fräulein Dr. Mina Kaufmann c/o Engel Baltimore 4006 Norfolk Avenue Stamps: Two Deutsches Reich postage stamps — a 40 Pfennig stamp (Adolf Hitler portrait) and a 25 Pfennig stamp (Paul von Hindenburg portrait). Blue "MIT LUFTPOST / PAR AVION / BY AIR MAIL" label affixed at lower left. Circular censor mark "Ab" visible. Postmark: Hannover.
Envelope
Envelope front — airmail letter
Simon Israel Oppenheimer III. Hannover, Herschelstr. 31. Hannover, den 8. Oktober 1941. Meine liebe Nichte, lieber Neffe! Deinen Brief, lb. Nichte, vom 7. v. Mts. wurde mir von Onkel Julius eingesandt. Inzwischen werdet Ihr wohl meine Briefe auch erhalten haben, mir leicht verständlich, dass Ihr bei Eurer Vielarbeit erst nicht immer pünktlich schreiben könnt. Hoffentlich seid Ihr und alle Verwandten gesund, was auch bei mir zum grössten Teil der Fall ist. Für den [Herbst] zu haben wir nicht solch grosse Hitze wie bei Euch; wir haben zurzeit für den Herbst betrachtet noch ein herrliches Wetter. Dass Ihr vom Neffen D. Katten regelmässig Nachricht habt, ist sehr erfreulich, in Hannover aber ist es leider so, dass man hier Feldpost beigrimmmen kann. Traurig, aber wahr. Versucht doch nochmals durch den Joint, ob nicht von dort die Adresse O. er etwas erfahren werden könnte, dass er sobald als möglich, um ihn eine Einreise-[Erlaubnis] Richtung nach Kuba sorgen können, denn schliesslich spielt doch bei diesem Menschen, die das Wort [?] Dollar bei denen keine solche, alldem grosse Rolle. Dies wäre noch die wenigsten [?]. Dass Frau Ottenheimer verstorben ist, bedauere ich sehr. Sagt bitte Ihren Kindern mein herzliches Beileid. Ich habe bis jetzt in den letzten Monats immer noch etwas Verkleidung nachtragen, und bei jetziger Anordnung meine Wohnung in eigenes Haus räumen müssen und bin jetzt in einem Quartier das doch etwas anderes ist [als] man gewöhnt ist. Margit selbst hat es noch insofern einigermassen [erträglich], weil sie jetzt Vollständig in Altem wohnt und sorgen [?]. Aber man hat sich da schon zu [?], oder man [?] und dort und man sieht sicher wieder, ebenso man wieder mit seinen ganzen Familiengliedern zusammen kommen kann, denn der Krieg, das müsst Ihr ja auch wohl einsehen, wird ja auch mal ein Ende nehmen. Lieber Neffe, bist Du noch in Deinem alten Betrieb beschäftigt? Wie ich damals von Eurem Hochzeitstag mir Eurer Freund[?]. Be danach auch nach langem der Partner frei ist, würde es mich sehr freuen. Du wirst ich das Er darber freut kann und so allein in diesem Milieu verbleiben [?]. Wenn auch die bitte bitte Dir und Deine Mutter in Eurem Haus. Leb wohl jetzt mein Lieber u. lass Mich bitte baldmöglichst über Dich hören. Geh zu Frau Gundersheimer, bei dieser habe ich Dir eine Schachtel von Glanzbilder in Grosser Sorge. Wie geht es Tante Sophie K. und Sally K.? Von Tante Henny Mues ich Dir von ca. 14 Tagen ebenfalls über das Rote Kreuz Nachricht erhalten. Ich habe für zu Grosser Freude auf die Feiertage und wie übliche [?] Grüsse. Auch Nichte, ich schreibe Dir nicht, ob Siegfried Heller und dessen Gattin [?] reguliert habt wie geht es Leutrungen. Anna Kloten von Heimer und Familie Erwin [?] es ihnen. Also nochmals alle herzlichen Grüsse von Euren Onkel. Seid herzlichst gegrüsst und geküsst von Eurem Onkel Simon
This envelope carried a letter from Simon Israel Oppenheimer III in Hannover to his niece Dr. Mina Kaufmann in Baltimore. The use of the mandatory middle name "Israel" (required for Jewish men by the Nazi decree of August 17, 1938) and the Deutsches Reich stamps with Hitler's portrait reflect the conditions under which German Jews corresponded in 1941. The censorship marks indicate wartime mail inspection.